Hundeschule Wiesler
Hundeschule Wiesler

Unser E-Wurf

Elios zieht ins neue Zuhause am 08.08.2019

Jetzt sitze ich hier auf gepacktem Koffer. Frauchen hat einen dicken Kloß im Hals und Herrchen eine Träne im Knopfloch. Versteh ich nicht. Die Welt da draußen wartet auf mich. Ich will alles lernen, erobern. Brauche Input, jemand der mir die Welt zeigt. War ja ganz schön bisher. Habe nix Böses erfahren und keine Angst. Silja und Robin haben mich so toll in das Leben eingeführt, Herrchen und Frauchen mich darin begleitet, voller Liebe und Fürsorge. Besser kann man sich einen Start nicht wünschen.

Und jetzt wartet da draußen die große, weite Welt. Ein Mädel, dass sich seit Jahren einen Hund wünscht. Sie hat sogar eine Leine selber gemacht für mich. Und Spielzeug, Brustgeschirr und Freßnapf eingekauft….. alles wartet schon auf mich im neuen Zuhause. Der langen Autofahrt sehe ich gelassen entgegen.

Und überhaupt verschwinde ich ja nicht spurlos. Auch nehme ich mein bisheriges Zuhause mit all meinen 2- und 4-beinigen Freunden mit in meinem Herzen. Dort werden sie wohnen für alle Zeiten. So wie auch ich immer eine offene Türe „Daheim“ haben werde. Da kann doch nix schiefgehen! Meine Schlafdecke und Bärchi ziehen ja auch mit mir um. Die riechen so gut nach Zuhause.

Also denn melde ich mich ab um das Allgäu zu erobern.

Macht´s gut Euer

Elios vom Isteiner Klotz

Elios erzählt am 02. 08. 2019

Jetzt muss ich meinem Ärger erstmal Luft verschaffen. Stell sich das mal einer vor: ich hatte Hausarrest. Ein Stubenhocker sozusagen. Haste da noch Töne?! Bloß weil ich beim Herumtoben über die Stränge geschlagen und mir das Hinterbeinchen vertreten habe. Wer macht denn da gleich so einen Aufstand? Unbegreiflich sowas **kopfschüttel. Frauchen hat sich versucht herauszureden mit: meine Muskeln, Bänder und Sehnen müssen erst noch wachsen und sich bilden. Aber Meinereiner sieht das nicht ein.

Auch wenn ich zugeben muss, dass das gebotene Alternativprogramm auch nicht schlecht war. Ein Flaschen-Hartkarton mit etwas überaus lecker Riechendem drin, musste meinen ganzen Frust auf sich nehmen. Sein Innenleben habe ich verspeist und die Hülle ist jetzt in lauter kleinen Fetzen in der Kartonagen-Abfalltonne. Habe ganze Arbeit geleistet. Der Pansenkauknochen besteht auch nur noch aus so flutschigen Restfäden. Die Katzen hatten Verständnis für mich und haben mir unter der Bank im Hof Gesellschaft geleistet.

So war es ehrlich gesagt überhaupt gar nicht schlecht. Heute geht’s mir schon wieder gut; ich eiere nicht mehr mit meinem Heck und ich durfte mit auf die Mini-Gassirunde. Jetzt wo ich schon groß bin, darf ich brav neben Robin im Auto sitzen. Nur lange Strecken liege ich in der Box.

Wo ich grade am Erzählen bin: in der Welpenstunde diese Woche waren wir zu sechst. Das hat super gepasst. Vom Temperament her haben wir uns meist zu zweit zusammengetan. Jetzt bin ich nicht mehr der Platzhirsch. Da sind noch 2 weitere Hundekumpels, die es mit mir aufnehmen. Mit denen kann ich schon richtig meine Kräfte messen. Das ist gut so, weil: ich bin nämlich ein Rudeltier und suche meinen Platz, wo ich mich einordnen kann.

Unterwegs zum Hundeplatz habe ich ein furchterregendes Tierrufen gehört. Da bin ich wie angewurzelt stehen geblieben, habe meine Nackenhaare aufgestellt, meine Beinchen fest auf den Boden gestemmt: sozusagen in Alarmbereitschaft, wenn das Ungeheuer gleich hinter der nächsten Hecke auf mich lauert.

Silja schnupperte derweil weiter in den Hecken (die sucht ständig was Fressbares). Robin war damit beschäftigt, jeden Strauch zu markieren. Das macht er, weil seine Freundin in der Nachbarschaft läufig ist. Jetzt aber zum Schreckensschrei. Frauchen hat mich angeleint und wir sind zusammen weitergestackselt bis dahin wo die Büsche aufhören.

Und da standen sie dann: groß, dunkel, mit dünnen Beinen, dicken Bäuchen und laaangen Ohren. Sie schüttelten ihre Köpfe und Schwänze um die Fliegen zu verscheuchen. Entwarnung: das sind ja nur Esel **lach.

Als wir auf dem Hundeplatz angekommen waren, war dort gar kein Training angesagt.

Vielmehr schob Herrchen ein Ding über den Platz, das klang wie ein Hubschrauber mit angezogener Handbremse. Ich blieb aber ganz cool. Robin und Silja hat es schließlich auch nicht beeindruckt.

Als Wecker bin ich jetzt nicht mehr zu haben, weil ich ein bizzle länger schlafe. Klar doch, wenn ich tagsüber so viel erlebe. So ein Jungspund wie ich braucht schließlich seinen Schönheitsschlaf. Aber ich höre Herrchen, wenn er im Bad herumhantiert. Dann drücke ich meine Äuglein auf, gäääähne erst mal ausgiebig, dann strecke und schüttle ich mich, mache sozusagen meine Morgengymnastik, bis sich meine volle Blase meldet. Da kommt Herrchen schon aus dem Bad und trägt mich runter in den Hof. Da lasse ich dann ordentlich laufen und erschaffe einen Bodensee ;o)

Ganz bestimmt liege ich zwischenzeitlich irgendwo über den 10Kg; so wie ich futtere.

Frauchen nimmt mich trotzdem weiterhin auf den Arm. Sie liebt es nämlich, wenn ich ihr am Ohrläppchen knabbere. Dann drückt sie ihre Nase an mein Köpfchen und flüstert mir was ins Ohr. Da halte ich extra still. Das sind die Momente, die unsere Seelen streicheln. Ja, zugegeben: ich bin ein liebevoller, zärtlicher Schmusebär. Das kann ich ruhig zugeben; weil: das hat nix mit Weichei, Schattenparker oder Warmduscher zu tun. Dazu stehe ich mit meinem Namen: Elios, das Geschenk der Sonne.

Elios erzählt am 24. 07. 19

Draußen hat´s 38° und die Sonne brezelt ordentlich, obwohl es schon Abend ist. Da hocke ich lieber drinnen auf den kalten Fliesen und berichte Euch, was ich die letzten Tage so erlebt habe. Damit es für mich nicht so anstrengend wird in meinem kleinen Köpfchen, erzähle ich einfach drauf los und sortiere nicht nach der Reihe.

Nachts schlafe ich durch in meiner Box. Habe noch kein einziges Mal reingemacht. Nö, ich halte mein Bettzeug sauber. Die dünne Baumwolldecke schaufle ich meist zu einem kleinen Gebirge und lege nur den Kopf drauf, weil sonst ist es mir zu warm. Wasser hab ich da natürlich auch drin. Manchmal hört Frauchen mich dann schlabbern nachts.

Ich war alleine, ohne Robin und Silja auf Besuch bei fremden Leuten mit. Alle saßen draußen im Hof. Damit ich nicht in einem unbeobachteten Moment davon flitze und womöglich in ein Auto laufe, haben die mich zeitweise am Brustgeschirr angebunden. Pah, das war für mich eine leichte Übung. Erstmal hatte ich alles im Blickfeld, zweitens lag ich auf meiner Decke die soooo guut riecht, 3. hatte ich einen leckeren Kauknochen und 4. war ich ohnehin geschafft, weil wir davor noch Input für mich sammelten.

Da waren ganz viele geparkte Autos und immer wieder Menschen die hin und her liefen. Manche lächelten mich an. Frauchen hat sich immer mit mir beschäftigt, so dass ich nicht zu den Leuten hin wollte. Auch so komische, kleppernde, Rollwagen waren dort. Die sahen ziemlich groß aus und waren zum Teil voll beladen. Einer davon klirrte wie Herrchens Bierkiste. Die Türe von dem Einkaufcenter kenne ich schon, das ist auch so eine „Auf- und wieder Zu-Türe“. Rechts und links von uns knallten die Autotüren; was mir nix ausmacht.

Nach einer Weile setzte ich mich hin und schaute den übermegageschäftigen Leuten zu. Die haben mich an einen Ameisenhaufen erinnert. Da wuselt´s auch immer. Nur sind deren Lebensmittel nicht verpackt. Aber da darf ich meine Nase nicht reinstecken, Frauchen lenkt mich dann immer ab und wir rennen ein Stück zusammen. Wer will da noch Ameisen beobachten.

Heute ist Mittwoch :o) Ihr wisst, was das heißt?! Jaha, es war wieder Welpenstunde. Das nimmt jetzt echte Formen an. Wir waren zu 6. Sozusagen eine ganze Bande. So was von Abenteuerspielplatz und Unterhaltungsprogramm, das glaubt ihr ja nicht. Schokini (ein Rhodesian Ridgeback) war mit seinen 9 Wochen der Jüngste. Glaubt bloß nicht, dass der nicht mittendrin war. Ab und zu schwenkte sein Heck unkontrolliert bei einer zu schnellen Wendung aus. Aber er hat das gar nicht schlecht ausmanövriert.

Meinereiner hat sich mehr mit Laila und Gaia beschäftigt. Die beiden Mädels kenne ich schon vom letzten Mal; die sind auch ziemlich taff. Zusammen durch den Tunnel düsen und Wackelbretter, das Bällebad durchwühlen……...das macht einen Heidenspass. Mit letzter Kraft habe ich mich nach der Spielstunde nach Hause geschleppt. Mein Mäulchen habe ich gar nicht mehr zu gekriegt, so musste ich mir Kühlung verschaffen und Hecheln wie eine Dampflok, bzw. wie ein Dampflöckchen. Daheim gab´s noch kühlen Joghurt und dann habe ich mich abgemeldet bis zum Abend.

Beim Tierarzt zum Nachimpfen waren wir die Tage auch. Mein bester Freund, der kleine schwarze Kater Nanouk hat so einen komischen Husten. Drum war er auch dabei. Aber ich war der absolute Schwarm der Arzthelferin. Im Behandlungszimmer durfte ich erst mal frei laufen und alles beschnuppern, während Nanouk oben auf dem Tisch behandelt wurde. Nachdem ich alles inspiziert hatte, lehnte ich mich an den Tisch, rollte mich zusammen und machte ein Nickerchen. Frau Tierarzt war ganz entzückt.

Dann kam ich endlich dran. Ich durfte auf den nach unten gefahrenen Behandlungstisch aufsteigen, dann ging´s ab nach oben. Wie ein Aufzug. Whow, das war mal was Anderes. Ich lugte interessiert zu, wie sich mein Blickfeld verschob. Oben angekommen, schlabberte ich erst mal mit meiner Zunge über die Brille der Ärztin. Die zeigte mir so ein komisches Metallding, mit dem sie dann in meine Ohren schaute. Hinterher durfte ich schnuppern, wie es in meinen Ohren riecht. Waren picobello sauber. Dann hat sie meine Zähnchen angeschaut. Das hat mich auch nicht vom Hocker gehauen, kenne ich längst, Frauchen macht das auch immer bei mir. Die pooopelt immer an mir rum. Und ich verrate Euch was: das geniiieße ich morz. Drum macht mir so ein Tierarzt auch nicht wirklich was aus. Dann gab´s noch einen Piecks an meiner hinteren Seite, den ich nicht bemerkt habe, weil Frauchen mir die Vorderpfote fest massiert hat. So was, hab ich den doch glatt verpasst. Nun, dann ist es eben so. Hauptsache ich habe anschließend die berühmt, berüchtigte Fleischwurst bekommen. So habe ich für mich entschieden: da können wir mal wieder hin.

Nanouk hat noch Medizin mitbekommen und dann haben wir uns wieder mit dem Auto auf den Heimweg gemacht. Das Thema wäre somit auch erledigt. Jetzt ist Zeit für‘s Abendessen. Ihr entschuldigt mich bitte. Das ist wichtig, denn ich möchte groß und stark werden. Also denn: bis zum nächsten Mal. Frohes Schwitzen Allerseits.

Elios erzählt am 15.07.19

Ich bin´s wieder. Möchte Euch mal auf den neuesten Stand bringen. Da ist nämlich einiges gegangen letzte Woche. Zuerst das Wichtigste. Ich war in der Welpenstunde. Das war echt cool. Den kleinen Tisch kannte ich ja bereits. Überhaupt den ganzen Platz. Da hab ich den beiden andern Welpis mal demonstriert, dass ich hier der Platzhirsch bin. Wackelbrett – für mich kein Problem. Da tapse ich drüber. Auch die raschelnde Plastikplane war für mich nichts Besonderes. Die Pappendeckeltunnels – lächerlich. Einzig und alleine das komische Metallblech mit den Löchern drin. Bin halt mal draufgestanden und habe es etwas genauer inspiziert. Bewegt sich nicht, riecht auch nicht besonders – also: abhaken als erledigt.

Selbst beim Freispiel habe ich gezeigt, dass ich mächtig was drauf habe. Habe mir sogar erlaubt, den Neuen als er auf den Platz wollte, am Tor anzubellen. Dabei kam ich dermaßen in Rage, dass sich meine Nackenhaare aufstellten. Da fühlte ich mich groooß und noch mehr stark. Frauchen hat mich daraufhin aus dem Verkehr gezogen. War für mich in Ordnung, war total erschöpft. So ein Welpensozialisierungstraining ist ganz schön anstrengend. Da musste ich mich Zuhause erst mal auf die Matte hauen und eine Runde schlafen.

Am nächsten Tag fuhr ich mit Mama und Robin hinten im Auto mit. Das war klasse. Ich war auch ganz brav. Aber Robin sagt, er möchte die „Nervensäge“ nicht hinten bei sich im Auto haben. Meistens fahre ich deshalb in meiner Box mit, das ist für mich auch gut, da liege ich ziemlich relaxt drin. Stellt Euch vor, da drin wachsen Leckerchen. Jedesmal wenn ich einsteige, liegt eines drin. Die Box mag ich gerne leiden.

Gestern war Stadttraining angesagt – ohne Mama und Robin. War ganz alleine groß.

Ich habe einen Springbrunnen kennen gelernt, da spritzte das Wasser so, dass ich nicht näher hin wollte. Hätte der Herrgott gewollt, dass ich ein Wassergeschöpf werde, dann hätte er mir Flossen gegeben. Nö, für´s Wasser bin ich echt nicht gemacht. Das wurde mich auch ganz klar, als ich gestern Abend bei Regen die letzte Gassirunde machen musste.

Zurück in die Stadt: da waren auch andere Hunde unter den Kaffeetischen. Die haben mich gleich verscheucht. Hab mich erst erschrocken. Aber dann bin ich gleich mit Frauchen weitergelaufen: wir hatten dringliche Bankgeschäfte zu erledigen. Bei der Sparkasse gibt es nämlich so eine Türe, die automatisch aufgeht. Die weiß gar nicht, was sie will. Erst ging sie auf, bis ich mich dann vergewissert hatte, dass da nix passiert und loslaufen wollte, ging sie wieder zu. Wir warteten einen Moment, dann öffnete sie sich doch und wir konnten durchlaufen.

Ein andermal als wir auf dem Hundeplatz waren, kamen die Junghunde. Erst habe ich natürlich wieder meinen Wachposten am Tor bezogen und die Stellung halten wollen. Aber die trauten sich trotzdem rein. Mit 2 von denen durfte ich dann spielen. War mir nicht bewusst, dass die andere Spielregeln haben. Da habe ich eine Lektion in Unterordnung erhalten. Das hat nun zur Folge, dass ich mich nicht bei allen so aufspiele und auch mal soz. den Ball flach halten kann - zwangsläufig.

Das ist für ein Rudeltier wie mich lebensnotwendig. Denn nur wenn ich es als kleiner Hund lerne mich einzuordnen, kann ich es auch, wenn ich groß bin. Frauchen sagt, wenn das alle Hunde so erleben könnten, gäbe es viel mehr verträgliche Hunde. Weil: das wäre ein Urverhalten. Weiß gar nicht, wie sie das meint. Demnach wäre ich dann ein Urvieh? Ist mir egal. Ich weiß, sie hat mich megalieb. Jetzt lasse ich mir ein bisschen mein Bauchi von ihr kraulen und leg mich dann zu den anderen in‘s Wohnzimmer zum abhängen. Also: tschüssi.

Elios erzählt am 08.07.2019

Ich weiß ja nicht, was Ihr so am Wochenende gemacht habt, aber meins war spannend. Samstagmorgen habe ich erstmal beim Aufbau vom Agilityparcours geholfen. Ujj, das macht einen Heidenspass. Mama Silja und Robin düsen auf dem Platz umher um dann in einer spitzen Kurve umzukehren und durch einen Tunnel flitzen. Das Ding habe ich mir mal genauer angeschaut – natürlich auch von innen. Ganz nett, da kann man drin stehen bleiben und schauen, was draußen so abgeht, ohne unter die Hundepfoten zu kommen.

Pappröhren hat´s da auch. Die kenne ich schon, da bin ich schon mit meinen Geschwistern drin rumgeturnt. Erst als ich auf so eine große, schräge Wand nach oben klettern wollte, da schimpfte Frauchen und hat mich runter gehoben. Ich vergaß es dann wieder hoch zu klettern, weil ich einem Ball hinterher düste, der auf einmal über den Platz rollte. Die aufgestellten Sprünge im Agilityparcours haben mich nicht gestört, die Stangen liegen so weit oben, dass ich locker unten durch wuseln kann.

Irgendwann habe ich gemerkt, dass ich alleine düse. Wo sind Mama und Robin? Habe überall geschaut. Ahhhh, da standen sie ja, auf einem Tisch obendrauf. Ab di hü und los, da möchte ich auch hoch. Nur meine kurzen Beinchen reichten nicht hoch. Da kam Herrchen schon an mit einem kleinen Tischlein. Da durfte ich dann drauf stehen. War stolz wie Bolle :o) und wollte natürlich sofort noch weiter hoch zu den Großen. Durfte aber nicht :o( so eine Spassbremse.

 

Herrchen hat mich dann im Auto mit nach Hause genommen weil ich ganz k.o. war. Den Rest des Tages habe ich überwiegend mit schlafen verbracht. Einen großen Teil vom Sonntag auch. Das mache ich immer so, wenn ich einen Wachstumsschub habe. Danach sind meine Beinchen gefühlte 2cm höher und der Kopf ist auch größer geworden.

Abends waren wir auf einer neuen Strecke zu Fuß unterwegs. Oh, das war hochinteressant. Hinter einem Zaun waren so weiße Wesen mit Plattfüßen die mich aufgeregt anfauchten. Doofe Bande, dachte ich mir. Wollte doch nur mal meinen Rüssel dran halten um zu lernen, wie die riechen und was das ist. Sie schlugen dazu auch noch mit ihren Flügeln. Blöde Gänse! Ein Stückchen weiter stand ein großes Tier im Gras. Hmm, ob der große Hund mir was macht? Mama und Robin haben den nicht gesehen? Oder die kennen den. Dann ist ja alles in Ordnung und ich habe nun gelernt: der groooße Hund mit Hufen ist ein Pferd, und: Pferde fressen keine kleinen Hunde.

Mein Pipiie und Kacka mache ich nicht mehr gerne Zuhause auf dem eigenen Grundstück. Entweder ich erledige das Pipiie zwischen dem Spielen im Wohnzimmer, oder ich setze mich vor die Hoftüre. Jetzt blicken die das wenigstens. Musste ich doch gestern so lange warten, da konnte ich es nicht mehr verhalten und war soz. gezwungen, wieder meine heimische Toilette zu benutzen. Was haben Herrchen und Frauchen daraus gelernt? Das Brustgeschirr und Leine liegen nun griffbereit draußen bereit für solche Fälle.

Heute habe ich noch nix Aufregendes erlebt, aber wenn das wieder der Fall ist, werde ich Euch berichten. Versprochen.

Elios erzählt am 03.07.2019

Meine Geschwisterchen sind jetzt alle in ihre neuen Familien umgezogen. Ich habe auch schon eine Familie die auf mich wartet; aber die fahren erst noch in Urlaub und solange bleibe ich noch hier.

Das ist jetzt alles ganz anders. Im Wohnzimmer ist keine Wurfkiste mehr, es liegen zwei große Hundebetten von Mama Silja und Ziehpapa Robin. Daneben steht eine offene Hundebox mit meinen Spielsachen drin. Fast kommt es mir vor, als wären die anderen Geschwisterchen noch da; auf jeden Fall kann ich sie noch riechen.

Gestern habe ich mich hinter Frauchen hergeschlichen und bin sogar die Treppe hoch. Da stand ich dann plötzlich in „unserer Kinderwohnung“. Mann, hab ich mich gefreut. Mit großen Sprüngen bin ich durch die Bude getobt, über die Wippe gesaust, auf der Wackelbrücke rumgeturnt, dann habe ich Elefanti rumgeschüttelt und gezerrt….. aber alleine macht das keinen Spaß. Da hab ich mal laut gerufen: „wo seid ihr denn alle?“

Frauchen hat mich hoch in ihre Arme genommen und wieder nach unten in den Hof getragen. Robin hat mir sogar seinen Tennisball hingekullert, Silja hat mir die Ohren geschleckt und dann sind wir on Tour.

Ich darf nämlich jetzt immer mal kurze Strecken alleine mitfahren im Auto. Wir sind in den Wald gefahren. Dort habe ich mein Kacka in's Gras gelegt (Frauchen hat es wieder mitgenommen **versteh ich zwar nicht, aber wenn sie es so möchte **kopfschüttel).

Weit kann ich noch nicht laufen. So haben wir bald umgekehrt; zum Ärgernis von Robin. Aber ich wiege ja nun zwischenzeitlich fast 7 Kilo und da kann mich Frauchen auch nicht weit schleppen. Außerdem bin ich müde geworden.

Eins kann ich Euch sagen: die Welt erkunden ist ganz schön anstrengend. Heute früh bei unsrer ersten Gassirunde musste ich erstmal die stark riechenden, großen dunklen Dinger beäugen. Mama und Robin sind da nicht achtend dran vorbeigelaufen. Demnach können die Dinger nicht so gefährlich sein; also bin ich weitergestiefelt. Meine kleinen Füßleins (und Frauchen) tragen mich schon bis zum Rhein. Silja hat mich zum rennen aufgefordert und ist dann abgedreht. „Nicht ohne mich“ dachte ich und peeste hinterher. Doch in dem hohen Gras und den Winden war das mega anstrengend.

Fast hätte Frauchen mich raus holen müssen. Hab´s grade noch mit den letzten Kraftreserven geschafft. Da hing mir aber die Zunge mächtig aus dem Hals. Wie gut, dass ich das letzte Stück des Heimwegs auf Frauchens Arm durfte. Es kam nämlich ein lautes Geknatter auf uns zu. Meine Äuglein hatte ich extra nochmal aufgemacht um zu sehen, was das denn ist. Es war laut, groß und mächtig und viel schneller als wir. Habe mir sagen lassen, die Menschen nennen es Traktor.

Jetzt muss ich erstmal eine Runde schlafen. Zum Essen bin ich zu müde.

Trainingsgelände:

Unser Trainingsgelände /

Agilityparcours

befindet sich in Kleinkems,

79588 Efringen-Kirchen

Wegbeschreibung:

 

siehe Kursangebote

Ich verfüge über die Erlaubnis nach § 11, Abs. 1

Nr. 8f TSG, die seit August 2014 für alle Hundeschulen verpflichtend ist.

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