Hundeschule Wiesler
Hundeschule Wiesler

Robin

Ch. Honey Melon Cawnpore One "Robin"  Deutscher Champion (+VDH), 3 CACIB ,  5 CAC, Vater von 5 Würfen

Robin ist ein 11-monatiges Riesenbaby.

Mit all seiner Kraft nenne ich ihn oft liebevoll „Büffel“. Aber das stimmt gar nicht.

Er ist sanft, liebesbedürftig und eine richtige Schmusebacke.

Und er ist sich der Sache sicher: „Ich bin ein Schoßhund.“

Nein, nein, er ist nicht zu groß, vielmehr ist mein Schoß zu klein.

Robin kommt mir vor, als wäre er ein reines, weißes, unbeschriebenes Blatt Papier auf dem noch gar nichts steht. Es ist ganz rein – nicht mal ein Klecks und ohne Eintrag. Eine junge, unerfahrene, reine Seele. Er hat kaum Urinstinkte. Kim zeigt ihm alles. Und er schaut aufmerksam zu. Wenn er etwas nachmacht und richtig macht, dann strahlt der Lümmel bis über beide Ohren und ist bollen-stolz. Andernfalls weißt Kim ihn in die Schranken, was er dann sofort akzeptiert. Wenn man aus einem Rudel mit 6 Hündinnen kommt, dann weiß man selbst als unerfahrener Rüde, dass man bei Zickenalarm den Ball besser flach hält.

Tja, der Bube hat so einige dieser Kamellen drauf. Er bringt uns oft zum Lachen mit seiner kindlichen Naivität. Auf dem Spaziergang könnten wir locker einen Gelben Sack befüllen. Robin schleppt so ziemlich alles an. Von der Coladose, über Plastikdeckel, Trinkhalme, Pizzakartons, vorzugsweise benutzte Papiertaschentücher, Petflaschen u.v.m. Einmal kam er an,  hatte etwas im Maul und es lugte ein grünes Bändelchen heraus. „Bitte lass es nicht das sein, was ich vermute“  ** Treffer !

Ein Mal standen wir am Bach. Es war sehr heiß und ich war mir sicher, dass Robin Durst hat. Aber er wusste nichts mit dem Nass an zu fangen. Ich wollte ihn hineinschicken, aber er schaute mich nur mit großen Fragezeichen in den Augen an. Hä ? Kim lief an ihm vorbei und stand in den Bach hinein.  Ich forderte ihn auf, das Gleiche zu tun. Aber er nur: Hä ? Was ? Kim forderte ihn mit einem Bellen auf. Da tapste er vorsichtig mit den beiden Vorderfüßen in´s Wasser. Hmmm, aha. Ich erklärte ihm, dass das eine gute Gelegenheit zum Trinken wäre. Wasser, trink doch. Aber Robin stellte wieder seine Fragezeichen über die Stirn. Ähm ? Was ? Dann begann Kim zu trinken: Schau mal, so macht man das! Robin schaute, nahm einen Zungenschlag mit Wasser und dann: ohhhhhhh, jaaaa, trinken, jaaaaa, so geht das. Ohhh, lecker, Durst, schlabber.

 

Kim hat endlich wieder einen Kameraden an ihrer Seite und eine Aufgabe. Sie wächst in sich und hat wieder eine Ausstrahlung, dass einem das Herz aufgeht. Robin´s Energie tut auch ihr gut.

 

Ich weiß nicht, was wir noch alles mit ihm erleben dürfen, aber ich werde auf jeden Fall davon berichten.

 

***************

 

Robin wird nun bald 5 Jahre alt und wirkt immer öfter „fast“ erwachsen. (Soweit man das überhaupt von einem Collie behaupten kann.) Wir haben eine Zeit des Abschiednehmens hinter uns. Kim hat uns verlassen und nach ihr auch Artus und Quasimodo. Robin und ich waren viel alleine unterwegs. Das half mir, seine Pubertät etwas besser zu händeln.

Rüden, darunter 2 aus der Nachbarschaft hatte er zum Fressen gerne. Mit Mädels war das ja nie ein Problem. Junge Rüden forderte Robin auf zum Spielen, souveräne, erwachsenen Rüden zollte er den erforderlichen Respekt. Eigentlich alles so, wie es zur Entwicklung gehört. Jedoch wenn die Nachbarrüden kamen baute Robin sich auf: „reich sie mir rüber, ich fress sie auf“.

 

Das haben wir nun hinter uns. Robin hat sich zu einem souveränen, folgsamen Kurzhaarcolliemann entpuppt. Wenn wir strammen Schrittes in der Stadt unterwegs sind, bleiben die Leute stehen und schauen ihm nach. Ja, er ist ein echt toller Kerl mit seinem edlen Gangwerk. Leichtfüßig tänzelt er dahin, bleibt brav im Platz liegen, wenn ich in den Laden zum Einkaufen gehe und motzt keinen an. (Nachbarsrüden kaufen mit dem Auto ein. Was für ein Glück.)

 

Da zwei unsrer Seniorenkatzen uns verlassen hatten, war ein Plätzchen in unserer WG frei für eine neue Seele. So fuhren Robin und ich in´s Elztal um unser neues Katzenkind abzuholen. Es war noch ganz winzig. Für die Fahrt hatte ich eine Kennelbox mitgenommen. Robin ließ die Box mit dem Katzenbaby nicht aus den Augen. Als wir auf der Heimfahrt kurz anhielten um eine Pinkelpause zu machen, blieb Robin an der Seitentüre stehen. Ich forderte ihn auf mitzukommen. Doch er hatte es sich zur Aufgabe gemacht, auf dieses winzige Geschöpf aufzupassen.

Zuhause angekommen, saßen nun diese zwei riesigen Kulleraugen in diesem überaus kleinen Körper auf meinem großen Bett und beäugten die Umgebung. Robin stand vorne dran und versprach Sway: „ich bin dein großer Freund und passe auf dich auf.“ So ist es! Doch Sway ist nicht die einzige Dame in Robin´s Leben. Der Champion hat immer mal wieder Damenbesuche. Er ist zwischenzeitlich mehrfacher Vater.

 

Das alleine hilft aber nichts, wenn Keiner da ist, der mit einem Schulter an Schulter über die Wiese peest, keiner mehr neben einem Zuhause ist, dem man Bruno-Bär vor die Füße werfen kann. Niemand, mit dem man die Erziehung teilen kann. Ein Hund ist ein Rudeltier und einer, der immer eine Freundin an seiner Seite hat, dem fehlt das noch mehr. Auch die Spielkameraden in der Hundeschule können diese Lücke nicht füllen.

Nicht nur Robin vermisste unsere Kim so sehr und ein Hauch von Traurigkeit schlich sich langsam bei uns ein. So konnte es nicht sein. Wir brauchten wieder weiblichen Beistand in unsrer Hundegesellschaft. Ein Mädel musste wieder her. Aber nicht Irgendeine. Bei der Züchterin von Floyd und Kimberly hatte ich eine Junghündin kennen gelernt, die mich faszinierte. So kam es, dass Silja Robin´s neue Lebensgefährtin wurde. Ich brauche wohl nicht zu betonen, dass Robin nicht der Einzige ist, dessen Herz vor Freude einen Hüpfer tut.

 

Auch in der Hundeschule steht Robin seinen Mann. Er ist der perfekte Vorzeigekandidat. Aufmerksam führt er meine Befehle aus und strahlt mich mit seinen Robinaugen an, wenn ich ihn dafür lobe. Im Agilitytraining bleibt er prompt auf den Kontaktzonen stehen, balanciert die Wippe selbstständig aus und rennt mit Begeisterung durch jeden Tunnel, ob es nun der Richtige ist oder auch nicht. Hauptsache Spass. Und: genauso soll es sein. Dann sind wir alle glücklich

 

 

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befindet sich in Kleinkems,

79588 Efringen-Kirchen

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